Little Big City Berlin Klein, aber sexy

Hilfe, sie schrumpfen unsere schöne Stadt! Die Macher von Madame Tussauds arbeiten gerade in London daran, Berlin so richtig klein zu machen. Für die Schau „Little Big City Berlin“, die ab Sommer unter dem Fernsehturm zu sehen sein wird. Der KURIER durfte schon einen ersten Blick riskieren und stellt fest: Berlin ist auch klein ganz sexy!

Turbulent war und ist das Leben in der Hauptstadt, auch im Maßstab 1:24. Das will auch die Schau „Little Big Berlin“ ab Juli auf einer Fläche von 1500 m2 zeigen. Nicht nur in einer Momentaufnahme. „Unser Mini-Berlin zeigt die Geschichte der Metropole in sieben Epochen“, sagt Managerin Anja Nitsch (37). „Von der Gründung, der Industrialisierung, den Kriegsjahren, Mauerbau bis heute.“

780 Jahre Berlin in einer Stunde: Solange werden die Besucher beim Besichtigen der Mini-Stadt brauchen.

Die ersten Teile, einige mit 3-D-Druckern hergestellt, sind schon fertig. Wie die drei Zentimeter großen Figuren von Königin Luise und Napoleon, die vorm Brandenburger- Tor-Modell stolzieren. Ihr amouröses Treffen, bei dem 1807 Luise Preußen vor der französischen Herrschaft retten wollte, schrieb Geschichte. Sexy ist auch Marlene Dietrich, die im Mini-Berlin wieder ihre schönen Beine zeigen darf.

Über 5000 handbemalte Figuren wird es in der Schau geben, deren Kosten im Millionenbereich liegen. Promis wie Albert Einstein, David Hasselhoff beim Mauerfall oder David Bowie. Auch Zeitzeugen wurden als Figuren verewigt: Fluchthelfer Burkhart Veigel, der über 600 Menschen in den Westen brachte. Oder Karl-Heinz-Richter, der sich beim Fluchtversuch die Beine brach. „Die Schau setzt uns ein Denkmal“, sagen sie stolz

Im Mini-Berlin kommt längst Vergangenes wieder. Da fliegen erneut die Rosinenbomber und auf dem Schloßplatz steht noch der Palast der Republik.

Zusammengefasste Darstellung des Berliner Kurier Beitrages vom 10. Januar 2017.

Quelle